Regenpause

Wer das Peloton der Profis noch immer für sehenswert hält und es im Fernsehen bestaunen will, muss sich inzwischen wieder gedulden und – auch wenn Saisonhöhepunkte im UCI-Kalender laufen – stundenlang andere Sportarten ertragen können. Einige schlimmer, andere etwas reizvoller.

Ganz furchtbar: das tumbe Treiben unter Vollvisierhelmen, das nicht nur deshalb zur Weißglut treibt, weil es traditionell die Fernsehzeiten zum Beispiel der Frühjahrsklassiker gern in perfider Manier einschränkt. Blödes Dauergedröhne der Motoren. Live-Bilder irgendwelcher fünftklassigen Rennserien, deren Ergebnisse noch weniger Chancen haben, Eingang in die Sportzeitungen einer durchschnittlichen deutschen Tageszeitung zu finden als sagen wir mal Degenkolbsche Erfolge bei der Picardie-Rundfahrt. Und dann auch noch (als völliges Kontrastprogramm zum TV-Oeuvre in Sachen Radsport) bis zum allerletzten Schampusspritzer übertragene Feierlichkeiten zu Ehren des Siegers, während sie andernorts zur gleichen Zeit schon mit Macht auf den Koppenberg oder die Côte de Stockeu drauflos stiefeln.

Schon deutlich erträglicher: Tennis, wie es derzeit aus Paris übertragen wird und das Critérium du Dauphiné als Aufzeichnung ins Abend- bis Nachtprogramm verdrängt. Weiterlesen