Ein-Mann-Team „No Garmin“

Ich bin auf selektive Weise altmodisch und gern von gestern. Navigationsgeräte beispielsweise gehören zu den Dingen, die mir bisher nicht ins Auto kamen. Und auch nicht an Lenker und Vorbauten meiner Räder. Da ist es inzwischen eh schon gerammelt voll, um für die Fernfahrt eine Klingel und Beleuchtung unterzubringen, dazu eine regendichte Tasche für Utensilien, die schnell zu Händen sein sollen. Und Letztere müssen ja auch noch irgendwo zupacken können.

Devinitiv kein Navi an Lenker und Vorbau.

Was mich am meisten zürnen lässt über die befehlsgebende Variante der GPS-Technik für den privaten, unmilitärischen Gebrauch: Es ist merklich gefährlicher geworden auf deutschen Straßen, seit sie zur Grundausstattung von Neuwagen gehört oder sich zum Preis einer Sattelstütze nachrüsten lässt. Bisweilen muss man schon das Gefühl haben, dass ein Navi an Bord von jeglichen Gutgeistern und Sorgfaltspflichten befreit. Nicht wenige schalten unter dem Einfluss der Computeransagen auf Autopilot, was nicht gut ist, wenn es sich doch lohnt, auch die Augen aufzubehalten. Sagt die freundliche Dame: »In hundertfünfzig Metern biegen Sie bitte links ab«, dann wird auch nach hundertfünfzig Metern links abgebogen. Egal, ob die erwartete Brücke über den Fluss nur ein Fähranleger a.D. ist. Oder ob gerade ein Radfahrer entgegenkommt. Weiterlesen

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