Triathlonautor beim Betrug erwischt!

Ein Gastbeitrag von Lars Terörde.

Hatte ich nicht letztes Jahr Stein und Bein geschworen, dass ich nie, nie wieder in Bocholt auf die Mitteldistanz gehen wollte? Hatte ich nicht Internetbuddies, meiner Frau gar, dass Versprechen abgerungen, mich an die fürchterlichen Erfahrungen im Bocholter Windkanal zu erinnern, sollte ich jemals wieder auf die Idee kommen, neunzig Kilometer auf einer schnurgeraden Wendepunktstrecke abzuradeln? Hatte ich mir nicht ganz fest vorgenommen, die schöne und traditionsreiche Veranstaltung am Bocholter Aasee nur noch mit meiner Teilnahme an der Olympischen Distanz zu beglücken in dem Wissen, dass ich wohl vierzig Kilometer bei widrigen Bedingungen, ungern aber derer neunzig bei Sturm und Regen nochmal absolvieren will?

Ja, all das hatte ich geäußert. Zu niederschmetternd war die Erfahrung des Vorjahres gewesen, als ich bei Windstärken bis zu sechs und Starkregen mehr schlecht als recht über die Runden gekommen war. Dem Vorsatz folgten Taten. Schwester, Schwager und ich waren in die Startliste für die Kurzdistanz gerutscht. Es hätte ein schöner Wettkampftag werden können, wenn …

Wenn nicht Schwager und Schwester mal wieder eine Anmeldung aus verschiedenen Gründen sausen gelassen hätten. Wenn nicht meine sportliche Eitelkeit diesen Umstand als Vorwand genutzt hätte, mich doch noch für die Mitteldistanz zu interessieren. Und wenn nicht ein anderer Starter mit genau dem gegenteiligen Anliegen mir die Möglichkeit gegeben hätte, unsere Startplätze zu tauschen.

Trotz Eile noch Zeit zum Grüßen: Kaiserswerther Kenianer in der Münsterländer Panhas-Pampa.

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