Wer die StVO liebt, der schiebt

Die Runde des Tages: Mit Stollenreifen unterwegs auf dem Wappenweg – vom Rollkrug bis Peter auf’m Berge.

Erkenntnis des Tages: Wer auf dem Rundwanderweg um Bielefeld noch Rad fahren will, muss die Straßenverkehrsordnung inzwischen wohl eher als lose Empfehlung interpretieren – zumindest wenn er nicht alle fünf Minuten sein Rad schultern möchte wie weiland Claus-Peter Thaler in der Treibsandkuhle.

Fast scheint es, als hätte es eine konzertierte der diversen Wappenweg-Grundbesitzer und -Anwohner gegeben: Reihenweise wurde in den letzten Monaten das Verbotszeichen 250 an den Wappenwegrand in den Boden gepflockt: Verbot für Fahrzeuge aller Art. (Gilt nicht für Handfahrzeuge. Kraft- und Fahrräder dürfen geschoben werden).

Okay, mag ja sein, dass der Wappenweg offiziell als Wanderweg ausgewiesen ist, aber von seiner Beschaffenheit lässt er sich auch trefflich als Radwanderweg nutzen.  Geht selbst mit starrer Gabel und Hardtail eigentlich ohne Absteigen.

Und so wäre es natürlich wünschenswert, dass man sich auch zu Rad der „Vielfalt und Abwechslung des Bielefelder Raumes“ erfreuen dürfte (wie es in der Broschüre des TWV heißt), ohne sich gleich irgendwelcher Ordnungswidrigkeiten schuldig machen zu müssen. Ein sonderlich glorreiches Aushängeschild für angeblich fahrradfreundliche Stadt am Teutoburger Wald ist es jedenfalls nicht, dass sie nicht mal die klassische „Rund um Bielefeld“-Strecke halbwegs frei von Radfahrverboten und -schikanen halten kann …

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