Eiskalt gefinisht!

Ein Gastbeitrag von Lars Terörde
(„Barfuß auf dem Dixi-Klo“,
„Sind wir nicht alle ein bisschen tri?“)

Nach mehreren freudlosen Monaten ohne Wettkämpfe sollte es Sonntag endlich wieder losgehen. Der erste Formtest wartete in Hagen. 500m Schwimmen, 23 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen sollten der Saisoneinstieg sein. Und wenn man den Winter über einigermaßen diszipliniert trainiert hat, dann fiebert der mittelalte Triathlet zuweilen ungeduldig auf den Tag, an dem man erste Ergebnisse für die Mühen abholen darf.

Leider wurde die Vorfreude getrübt. Nicht Verletzungen, Krankheiten oder Steuererklärungen machten mir das Leben schwer. Diesmal nicht! Diesmal war es der Wetterbericht, der sich in der letzten Woche von Tag zu Tag düsterer zeigte bei der Prognose für den Wettkampftag in Hagen am Tor zum Sauerland.

Übertroffen wurden die Prognosen dann von der erlebten Wirklichkeit am Sonntagmorgen. Bei sieben Grad und strömenden Regen packte ich Räder und Familie ins Auto. Auch mein Sohn sollte den ersten Start des Jahres wagen.

lars029

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Triathlonautor beim Betrug erwischt!

Ein Gastbeitrag von Lars Terörde.

Hatte ich nicht letztes Jahr Stein und Bein geschworen, dass ich nie, nie wieder in Bocholt auf die Mitteldistanz gehen wollte? Hatte ich nicht Internetbuddies, meiner Frau gar, dass Versprechen abgerungen, mich an die fürchterlichen Erfahrungen im Bocholter Windkanal zu erinnern, sollte ich jemals wieder auf die Idee kommen, neunzig Kilometer auf einer schnurgeraden Wendepunktstrecke abzuradeln? Hatte ich mir nicht ganz fest vorgenommen, die schöne und traditionsreiche Veranstaltung am Bocholter Aasee nur noch mit meiner Teilnahme an der Olympischen Distanz zu beglücken in dem Wissen, dass ich wohl vierzig Kilometer bei widrigen Bedingungen, ungern aber derer neunzig bei Sturm und Regen nochmal absolvieren will?

Ja, all das hatte ich geäußert. Zu niederschmetternd war die Erfahrung des Vorjahres gewesen, als ich bei Windstärken bis zu sechs und Starkregen mehr schlecht als recht über die Runden gekommen war. Dem Vorsatz folgten Taten. Schwester, Schwager und ich waren in die Startliste für die Kurzdistanz gerutscht. Es hätte ein schöner Wettkampftag werden können, wenn …

Wenn nicht Schwager und Schwester mal wieder eine Anmeldung aus verschiedenen Gründen sausen gelassen hätten. Wenn nicht meine sportliche Eitelkeit diesen Umstand als Vorwand genutzt hätte, mich doch noch für die Mitteldistanz zu interessieren. Und wenn nicht ein anderer Starter mit genau dem gegenteiligen Anliegen mir die Möglichkeit gegeben hätte, unsere Startplätze zu tauschen.

Trotz Eile noch Zeit zum Grüßen: Kaiserswerther Kenianer in der Münsterländer Panhas-Pampa.

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